1. Mannschaft

Das lief ja wie geschmiert. Drei Spiele, drei Siege konnten unsere Aktiven am letzten Sonntag auf heimischem Gelände feiern. Dabei ein emotional erfreulicher im Lokalderby unserer Zweiten gegen die Spitzenmannschaft der Kreisliga Warndt aus St. Nikolaus, ein wichtiger im Duell unserer Ersten mit dem Tabellennachbarn aus Reisbach und ein hoffnungsvoller im Spiel unserer jungen Damenmannschaft gegen die SG Rissenthal-Oppen.

Hatte alles im Griff: Kevin Hayo fängt sicher eine weitere Flanke ab

Zweite Mannschaft: 3:0 im Lokalderby gegen die SG St.Nikolaus
Das tolle Wetter passte dieses Wochenende zum Geschehen an der Jugendherberge. Unsere Zweite machte den Auftakt gegen die offensiv-starke Erste unserer Nachbarn aus St.Nikolaus, die zudem mit drei ehemaligen Spielern aus Ludweiler auflief. Zusätzlich mussten unsere Jungs mit einigen Ausfällen auskommen, die aber richtig gut kompensiert werden konnten. Mit viel Leidenschaft wurde die vermeintliche spielerische Überlegenheit der Gäste ausgeglichen.

Von Beginn an machten wir das Mittelfeld dicht und ließen den Gästen kaum Möglichkeiten zur Entfaltung. Immer wieder rannte sich St.Nikolaus fest oder wurde hinten durch unsere starke Abwehrreihe um den gut aufgelegten Kevin Hayo im Tor gestoppt. Gleichzeitig spielten unsere Jungs umso zielstrebiger und kaltschnäuzig nach vorne. So kam schon das 1:0 durch unseren Oldie-but-Goldie Jörg Lorson kaum überraschend, als er einen schönen Konter irgendwie über die Torlinie bugsierte. So ging es auch in der zweiten Hälfte weiter. Ziemlich ratlos und uninspiriert ballerten die Gäste eine Flanke nach der anderen in die Arme von Kevin Hayo, und wir schalteten immer wieder gefährlich um über die schnellen Fred Agat, Daniel Haile und Faruk Demir, der sie immer wieder geschickt in Szene setzte. So fielen die weiteren Treffer zum 2:0 und 3:0 durch Daniel Haile, der mit seiner Geschwindigkeit nie zu halten war, fast zwangsläufig. Ein weiterer Sieg für unsere Zweite, die sich immer besser in der neuen Klasse zurecht findet und immer besser zusammen findet. In einem starken Team wussten vor allem Kevin Hayo, Philipp Schardt und Daniel Haile zu gefallen.

2:1 Sieg gegen Tabellennachbar Reisbach 2

Ebenso überzeugend trat danach unsere Erste auf. Dabei verlief der Start noch eher schleppend. Noch nicht ganz wach, vertendelte die Hinterschaft schon früh im Spiel einen einfachen Ball und Nico Rascopp im Tor musste Kopf und Kragen riskieren, um einen Gegentreffer zu verhindern. Glücklicherweise kostete es ihn weder das eine noch das andere. Jedoch ein blaues Auge und eine dicke Nase nach einer gut fünf-minütigen Behandlungspause trug er für den Rest des Spieles doch davon, das er fortan mit einem dicken Tampon in der Nase bestritt. Diese Szene hatte aber doch wohl auch bei seinen Mitspielern großen Kampfgeist freigesetzt. Denn fortan war unser Team die klar bessere Mannschaft auf dem Platz. Mit schnellen Angriffen wurde die langsame Reisbacher Abwehr ein ums andere mal in Bedrängnis gebracht. Zunächst scheiterte Youness Ilakie nach großartigem Tempodribbling an der Latte, und als er wenig später Maurice Desgranges mustergültig freispielte, ging der Ball nur knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei. Hier lag der Führungstreffer nun in der Luft, doch außer einem klaren Chancenplus sprang bis zu Pause nichts heraus.

Torschütze zum entscheidenden 2:0: Matze Lauer

Erst nach der Pause wurden die Angriffsbemühungen dann endlich belohnt. Reisbach spielte nun zwar besser nach vorne, außer ein paar hohen Freistößen vor unser Tor, fiel aber auch ihnen nicht viel ein. Auf der Gegenseite war dann endlich Nouredine Fezzani zur Stelle. Schon zuvor hatte er einige Male mit geschickten Dribblings und Zuspielen gezeigt, zu was er fähig ist. 10 Minuten nach Wiederanpfiff bekam er den Ball im gegnerischen Strafraum auf den Fuß, ließ mit zwei schnellen Drehungen praktisch die gesamte Hintermannschaft der Gäste schlecht aussehen, und vollendete unhaltbar in den rechten Winkel. Das war schon eine Klasse für sich. Auch in der Folge verstärkten die Gäste nun ihre Angriffsbemühungen, ohne aber wirklich Druck auf unser Tor auszuüben. Anders der SV Ludweiler, der bei zahlreichen Kontern auf weiterhin gefährlich blieb. Nach einigen unsauber zu Ende gespielten Angriffen, zeigte Youngster Matze Lauer, wie man das macht. Als Abwehrspieler setzte er zum Sprint über den gesamten Platz an, und wurde von Maurice Desgranges mustergültig freigespielt. Der Rest war Coolness pur, als er den Ball seelenruhig flach und unhaltbar zum 2:0 einschob. Auch bis kurz vor Schluss änderte sich am Spielverlauf nichts mehr. Erst als sich in der 88. Spielminute ein Ball in unser Tor verirrte, schien nochmal Spannung aufzukommen. Tatsächlich spielten unsere Jungs die Führung aber routiniert nach Hause und dürfen sich nun über weitere drei Heimpunkte freuen, die uns dem Mittelfeld ein gutes Stück näher bringen.

Der Mann kann auch böse gucken: Torschütze Nouredine Fezzani

Der Mann weiß, wo das Tor steht. Zweifach Torschütze Nouredine Fezzani hier mit dem zweiten Treffer erfolgreich.

Eine längere Durststrecke mit sechs sieglosen Spielen ging gegen den VfB Gisingen Gott sei Dank endlich zu Ende. Dabei hatten die letzten Wochen sichtlich Spuren hinterlassen. Wo zu Beginn der Saison noch Hurra und beherzter Angriffsfußball gespielt wurde, versuchte man es zuletzt und auch heute erstmal mit einer abwartenden Spielweise. Wir überließen den nun wirklich nicht übermächtigen Tabellennachbarn zu Beginn die Initiative, die diese auch gerne ergriffen. Tief stehend griffen wir erst hinter der Mittellinie erstmals überhaupt an und sahen uns deshalb öfter am eigenen Sechzehner unter Druck, als nötig. Einige unnötige Freistöße und Eckbälle brachten dort Gefahr, wo unsere Gegner mit spielerischen Mitteln nichts ausrichten konnten. Zudem wackelten unsere jungen zentralen Mittelfeldspieler beträchtlich. Bei einigen haarsträubenden Abspielfehlern brannte es in der Hintermannnschaft gleich lichterloh.

So kam es wie es kommen musste. Wieder einmal ein Eckball, der diesmal abgefälscht durch einen unserer Spieler unhaltbar im eigenen Tor landete, brachte den fälligen Rückstand. Erst danach fasste sich unser Team endlich einmal ein Herz und spielte zielgerichteter nach vorne. Und gleich wurde es auch auf der Gegenseite gefährlich. Zunächst scheiterte noch Youness Ilakie freistehend am gegnerischen Keeper. Wenig später setzte sich aber Maurice Desgranges schön über links durch und bediente unseren neuen Sturmführer Nouredine Fezzani mustergültig, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste. Wir waren nun richtig gut im Spiel und hatten in der Folge gleich mehrmals klare Chancen, die aber allesamt viel zu umständlich zu Ende gespielt wurden. So blieb es bis zur Halbzeit beim 1:1, das letztlich auch den gezeigten Leistungen entsprach.

Alex Busch - Torschütze Nummer 2 - enteilt hier seinem Gegenspieler.

In der zweiten Hälfte erwischten wir dann den besseren Start und gingen, wieder durch Nouredine Fezzani, in Führung. Nach einer schönen Einzelleistung und Dribbeleinlage im gegnerischen Strafraum ließ er dem gegnerischen Keeper keine Chance. Bis dahin waren wir die klar bessere Mannschaft. Wohl aufgrund der schlechten Erfahrungen der letzten Wochen flatterten unserem Team die Nerven und wir ließen uns immer weiter zurück fallen. Gisingen bekam einfach zu viel Raum im Mittelfeld, ohne sich aber wirklich große Torchancen zu erspielen. Da mussten wir dann doch wieder einmal nachhelfen. In einer eher ungefährlichen Situation hatte Nico Rascopp die Ausmaße seines Sechzehners wohl nicht so ganz im Griff und nahm den Ball knapp außerhalb in die Hand. Dieses Geschenk ließen die Gäste nicht an sich vorrüber gehen. Den haltbaren Freistoß ließ unser Keeper nach vorne abklatschen, wo ein gegnerischer Stürmer nachgestartet war und nur einzuschieben brauchte. Nun gingen wieder die Köofe nach unten und man musste Angst um einen guten Ausgang der Partie haben. Gisingen war feldüberlegen, während wir die besseren Chancen auf unserer Seite hatten. Gleich mehrmals standen wir aussichtsreich allein vorm Gästetor. Als Nouredine dann auch noch elfmeterreif von den Beinen geholt wurde, der fällige Elfmeterpfiff aber ausblieb,schwahnte dem Heimpublikum schon böses. Gott sei Dank wurden die Nachlässigkeiten aber nicht bestraft. Im Gegenteil. In der 77. Spielminute konnte sich Alex Busch endlich einmal beherzt gegen mehrere Abwehrspieler von rechts nach innen durchsetzen. Mit einem satten Linksschuss an dem Innenpfosten ließ er dem Gisinger Schlussmann keine Chance. Das war ganz stark gemacht. Bis zum Schluss mussten die zahlreichen Zuschauer noch ein wenig zittern. Mit viel Einsatz wurde der knappe Vorsprung aber über die Zeit gebracht.

Daniel Anton ging bis zum Schluss keinem Zweikampf aus dem Weg.

Ein knapper Sieg, der unserem Team hoffentlich Auftrieb und Selbstvertrauen geben wird für die kommende schwere Auswärtsaufgabe bei der starken zweiten Mannschaft von Diefflen. 

Thomas Imeneo im Laufduell mit seinem Gegenspieler

Gegen das Spitzenteam von Stella Sud musste unser Trainer Markus Großmann auf einigen Positionen umbauen. Mit Yannick Groß gab ein weiterer hoffnungsvoller Nachwuchsspieler sein Debut in der Startaufstellung. Auch mit dieser neuen Formation bot Ludweiler aber eine gute Leistung gegen einen starken Gegner, der letztlich nur durch individuelle Aussetzer und Unkonzentriertheiten zum Sieg kam.

Die Gäste versuchten gleich von Beginn an Druck aufzubauen, wurden dabei aber immer wieder mit viel Einsatz und guter Raumaufteilung durch Ludweiler gestört. So gelang den Gästen trotz guter Ansätze und schnellem Spiel kaum einmal eine gelungene Aktion in Richtung Ludweiler Tor. Die erste richtige Torchance resultierte so leider aus einem technischen Fehler, als ein Ball nach einer unsauberen Ballannahme beim Gegner landete, der sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ, und unhaltbar für unseren Keeper Nico Rascopp vollstreckte.  Auch in der Folgezeit neutralisierten sich beide weitestgehend im Mittelfeld, sodass gute Einschussmöglichkeiten Mangelware waren. Lediglich einmal musste Nico bei einem gefährlichen Schuss von der Strafraumgrenze parieren, während auf der Gegenseite unsere guten Ansätze über Alex Busch auf links und Thomas Imeneo über rechts nicht konsequent zu Ende gespielt wurden. Als dann auch noch Freistoß von Mizgin Demir am Pfosten landete, ging es mit dem knappen 0:1 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff weiter das gleiche Bild. Wir hinderten Stella Sud geschickt am Spielaufbau, waren aber selbst vorm gegnerischen Tor zu ungenau. Leider brachten uns dann zwei Standardsituation noch weiter ins Hintertreffen. Zuerst segelt eine weite Flanke von links in den Sechzehner und kurz darauf eine Ecke flach von rechts. Beide mal standen die gegnerischen Stürmer völlig frei und hatten wenig Mühe, den Ball unhaltbar im Tor zu versenken. Im Gefühl des sicheren Sieges ließen die Gäste nun Ball und Gegner laufen. Als wir dann hinten noch weiter aufrückten, den Anschlusstreffer zu erzielen, führte ein schneller Konter auch noch zum vierten Gegentreffer.

Unterm Strich war der Sieg für Stella Sud zwar um gut zwei Tore zu hoch aber letztlich verdient. Einsatz und Leistung unserer Truppe ging aber vollauf in Ordnung. Wenn die Entwicklung unseres jungen Teams so weiter geht, werden wir sicherlich über kurz oder lang auch gegen so erfahrene Teams wie Stella Sud bestehen können. 

Zweite Mannschaft verliert letztlich zu hoch 0:7 gegen Luisenthal

Ein ähnliches Bild beim Spiel unserer Zweiten. Über weite Strecken gut gespielt, wurden gerade in der ersten Halbzeit allzu viele Torchancen vergeben, um hier etwas zählbares mitzunehmen. Demgegenüber ließen wir hinten einfach zu viele Chancen zu, die das Spitzenteam der Kreisliga Warndt aus Luisenthal konsequent nutzte. Als dann gegen Ende bei vielen unserer Spieler die Kräfte schwanden, nahmen die Gegner gerne die Einladung an, und schraubten das Ergebnis bis zum Abpfiff auf 0:7 in die Höhe. Auch hier war der Sieg der Gäste verdient, aber um einige Tore zu hoch ausgefallen.

Auch im vierten Spiel in Folge konnte unser junges Team keine Punkte einfahren. Nach einem durchaus zufriedenstellenden Saisonbeginn zeigt die Formkurve aktuell rapide nach unten.

Am vergangenen Sonntag standen gegen die zweite der FV Siersburg zwei gleichwertige Mannschaften auf dem Platz. Während wir in der ersten Hälfte klar die bessere Mannschaft waren, zeigte Siersburg mit einigen erfahreneren Spielern besetzt, die reifere Spielanlage. 

Von Beginn merkte man unserem Team an, dass es etwas gutmachen wollte. Mit viel Elan ging es von Anfang an beherzt in Richtung Siersburger Tor, wo wir mit Alex Busch und Youness Ilakie deutliche Geschwindigkeitsvorteile hatten. Gleich mehrere Male enteilten unsere schnellen Außen ihren Gegenspielern. Zunächst wurde Alex Busch mit einem klugen Anspiel frei gespielt. Schneller als die gesamte Hintermannschaft war er nicht aufzuhalten und auch vor dem Tor versagten diesmal nicht die Nerven. Das 1:0 sollte uns eigentlich Sicherheit geben, und wir waren in der Folge eigentlich auch Herr im eigenen Haus. Dann passierte aber wieder einmal das, was leider allzuoft passiert. Wie aus dem Nichts stand plötzlich ein gegnerischer Angreifer frei vor Nico Rascopp im Tor, dem er auch keine Chance ließ. Damit aber nicht genug. Nur wenige Minuten später flog ein eigentlich ungefährlicher Eckball durch unseren Fünfer. Leider aber auch vorbei an Freund und Feind und direkt in unser Tor. Das sah dann doch ein wenig unbeholfen aus. Gott sei Dank zeigte unser Team aber Moral und spielte weiter gut nach vorne. Als Youness wieder einmal nicht zu halten war, war er nur durch Foul zu stoppen. Den fälligen Freistoß verwandelte Leon Weingärtner sicher zum 2:2 Pausenstand.

Das Tor von Alex Busch reichte leider nicht für zumindest einen Punkt.

Nach der Pause versuchten wir weiter mit viel Tempo anzurennen. Jedoch wurde das Spiel zusehends ungenauer und fahriger. Viele Bälle gingen im Mittelfeld verloren und die Gegner so zu gefährlichen Gegenangriffen eingeladen. Als dann auch noch das 2:3 nach einem blöden Ballverlust und einer geschickten Ballstafette der Siesburger fiel, war die Linie in unserem Spiel endgültig dahin. Unsere Jungs kämpften zwar vorbildlich, aber mehr als ein Lattentreffer von Maurice Desgranges war bis kurz vor Schluss leider nicht drin. Als in der letzten Minute auch noch eine schöne Flanke nur um Millimeter den freistehenden Daniel Haille in der Mitte verfehlte, war die Niederlage perfekt. Es war eine ganz bittere, denn eigentlich hatten wir die Gäste lange Zeit im Griff und haben uns nur durch eigene Fehler immer wieder in Bedrängnis gebracht. Aber auch das ist vielleicht ein Lernprozess für unser extrem junges Team, dass man einfach mal mit Ruhe und System die eigenen Stärken nutzt, statt immer nur mit Vollgas-Fußball anzurennen.  

Ausgelassener Jubel beim Ausgleich mit Vorlagengeber Maurice und Vollstrecker Jonas.

Es geht doch! Nach zwei empfindlichen Auswärtsniederlagen konnte unsere Erste endlich den ersten Dreier auf fremdem Platz einfahren.

Gegen die Tabellennachbarn aus Schwalbach konnte Trainer Markus Großmann wieder auf Fabio Imeneo und Jonas Feld zurückgreifen. Youngster Fabio übernahm nach kurzer Rot-Sperre gemeinsam mit Routinier Marc Weißmann die Innenverteidigung, während Jonas sein Glück diesmal wesentlich weiter vorne im offensiven Mittelfeld versuchen durfte. Zusätzlich konnte auch Mizgin Demir seit dem ersten Spieltag endlich wieder ins Geschehen eingreifen. Man merkte auch ihm zwar noch die fehlende Spielpraxis an, jedoch war er mit geschicktem Zweikampfverhalten und ruhigem, technisch starkem Spielaufbau, gleich ein großer Hinzugewinn für unser Spiel. Insgesamt spielte unser Team mit diesen Änderungen wesentlich stabiler auf fremdem Gelände als zuletzt. Schon in der ersten Halbzeit spielten wir gut mit, auch wenn wir durch einen durchaus vermeidbaren Gegentreffer unglücklich zur Halbzeit zurück lagen.

Torschütze Mizgin Demir machte den entscheidenden Siegtreffer.

In Hälfte zwei entwickelte sich ein kampfbetontes, flottes Spiel  mit Torchancen auf beiden Seiten. Nach einigen Halbchancen konnte sich Maurice Desgranges nach klugem Zuspiel aus dem Mittelfeld heraus auf rechts außen durchsetzen und mit einer maßgeschneiderten Flanke Jonas Feld in Mittelstürmerposition bedienen. Mit einem satten Schuss aus kurzer Distanz ließ dieser dem Schwalbacher Keeper keine Chance. Wir spielten auch in der Folge mutig nach vorne, was auch der Heimmannschaft die eine oder andere Konterchance einbrachte. So ging es die gesamte zweite Halbzeit hin und her, wobei auch wir zweimal großes Glück hatten, dass die gegnerischen Stürmer zweimal freistehend vor dem Tor sowohl per Kopf als auch im 1 gegen 1 gegen Nico Rascopp nicht die Nerven behielten und knapp vergaben. Ludweiler blieb aber auch jederzeit gefährlich, bis Mizgin Mitte der zweiten Halbzeit seine ganze Klasse zeigte. Bei einem Freistoß aus ca. 25 Metern legte er sich den Ball zurecht und zirkelte ihn maßgeschneidert vorbei an der gegnerischen Mauer flach ins linke untere Eck, wo auch der Schwalbacher Keeper keine Abwehrchance hatte. Super, dass wir mit Mizgin jetzt auch einen Spieler haben, der auch aus solchen Situationen Tore erzielen kann. Die Heimmannschaft musste jetzt einen Vorwärtsgang hoch schalten und gleichzeitig hinten etwas aufmachen. Nach der Hereinnahme von Alex Busch konnten wir diese Räume nun immer besser nutzen. Zwar ließen wir  zunächst noch einige gute Konterchancen liegen, doch konnte sich Youness kurz vor Schluss noch einmal im Strafraum durchsetzen, wo er nur durch ein Foul zu stoppen war. Den fälligen Elfmeter wollte er sich nicht nehmen lassen, schließlich hatte er ja auch in dieser Saison bereits vom Punkt getroffen. Diesmal hatte er allerdings weniger Glück, als der Ball knapp links am Tor vorbei ging. Zum Glück ließen wir uns aber auch durch dieses Missgeschick nicht aus der Ruhe bringen und brachten die drei Punkte sicher über die Zeit.

Was wir hier gesehen haben, kann man schon als kleinen Reifeprozess beschreiben. Unterstützt durch Marc Weißmann in der Abwehrzentrale und Mizgin Demir im zentralen Mittelfeld hat unser Spiel schon wesentlich an Struktur und Sicherheit gewonnen. Hoffentlich geht es kommenden Sonntag beim Kirmesspiel gegen Lisdorf genau so weiter. Feiern können wir dann ja hoffentlich hinterher.   

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