Wie sich die Bilder doch gleichen. Nach einer guten ersten Hälfte konnten unsere Aktiven wieder einmal Tempo und Konzentration nicht über die gesamte Spieldauer aufrecht erhalten. Von Trainer Christoph Tridemy gut eingestellt zeigte unser Team von Beginn an eine

konzentrierte und engagierte Leistung. Mit guter Raumaufteilung und Einsatzfreude wurde die hoch eingeschätzte Heimmannschaft des SV Gersweiler kaum einmal ins Spiel gelassen. Das Mittelfeld um den wieder zur Verfügung stehenden Daniel Anton und Jonas Feld verschob geschickt und machte so die Räume für die spielerisch starken Gegner immer wieder sehr eng. So kam der Gegner praktisch während der gesamten ersten Hälfte aus dem Spiel heraus zu nicht einer einzigen klaren Torchance. Lediglich zweimal kamen einigermaßen gelungene Spielzüge bis vor unser Tor. Aus spitzem Winkel konnte unser A-Jugend-Torhüter Nico Rascopp aber diese Situationen recht problemlos parieren. Gleichzeitig waren wir bei einigen schnellen Gegenstößen gleich mehrmals näher am Führungstreffer als die Gegner. Leider verzog Toby Schneider freistehend knapp aus 11 Metern und kurz darauf war Faruk Demir nach einer schönen Einzelleistung im Abschluss leider zu unentschlossen und verpasste den fälligen und nicht unverdienten Führungstreffer.

Auf der Gegenseite war Gersweiler lediglich bei Standardsituationen gefährlich, wo sich die körperliche Überlegenheit gegenüber unseren relativ kleinen Abwehrspielern bemerkbar machte. Nach einigen Halbchancen war in Minute 40 aber nichts mehr zu machen. Wieder flog ein Freistoß weit in unseren Sechzehner. Den ersten Ball konnten wir noch klären, im Nachschuss gelang den gedankenschnelleren Gegnern dann aber doch das 1:0. Das war vom Spielverlauf her unglücklich, nach einigen gefährlichen hohen Bällen leider aber auch absehbar. Kurz vor dem Halbzeitpfiff dann ein Schockmoment. Nach einem eher harmlosen Rempler von Faruk Demir fiel ein gegnerischer Spieler so unglücklich auf die Schulter, dass wohl so einiges gebrochen sein dürfte. Der Schiedsrichter pfiff daraufhin gleich zur Halbzeit und das Spiel konnte erst nach fast einer Dreiviertelstunde wieder angepfiffen werden, nachdem Krankenwagen und Notarzt den ärmsten ins Krankenhaus verfrachtet hatten.

Wir wünschen Alexander Hank auch von dieser Stelle alles Gute und eine baldige Genesung.

Die lange Pause hat unseren Jungs wohl nicht so richtig gut getan. Von Beginn der zweite Hälfte an war Ludweiler nicht wieder zu erkennen. Plötzlich war die Ordnung komplett dahin, keinerlei konstruktives Spiel mehr nach vorn und auch nach hinten liefen wir nur noch der Musik hinterher. Und so reichte schon ein Doppelschlag kurz nach Wiederanpfiff, um das Spiel zu entscheiden. Binnen einer einzigen Minute schlug es gleich zweimal unhaltbar für den Nico im Tor ein, nachdem wir wieder einmal nur zweite Sieger im Luftkampf und kurz darauf konsterniert dem Gegner freies Geleit ins Tor gaben. Da war das Spiel gelaufen, zumal aus unserem Mittelfeld keinerlei Offensivimpulse nach vorne kamen. Das änderte sich zwar ein wenig als mit Leon Weingärtner der dritte und kurz darauf mit Youness Ilakie sogar der vierte A-Jugendspieler auf dem Platz standen. Der Ball lief nun deutlich besser und das Spiel gestaltete sich auch wieder offener. Einige schön herausgespielte Offensivaktionen gab es noch, jedoch ohne den gewünschten Torerfolg. Bei allen guten Ansätzen war die Defensive aber nach wie vor löchrig, sodass mehr oder weniger zwangsläufig die weiteren Gegentore zum 0:5 fielen.

Unterm Strich muss man feststellen, dass wir wohl nicht in der Lage sind, zwei Hälften auf vernünftigem Landesliga-Niveau zu spielen. Gerade gegen spielerisch starke Gegner wie Gersweiler oder Kandil gehen uns regelmäßig nach 45 Minuten Konzentration und Luft aus. Das könnte einerseits an mangelndem Trainingsfleiß liegen und andererseits sicherlich auch an den fehlenden spielerischen Mitteln. Es ist eben schwer, wenn man ständig die Bälle unnötig im Spielaufbau verliert und diesen dann mit großem Aufwand wieder hinterher laufen muss. Das hält kein Team der Liga über die gesamte Spieldauer durch.