Im dritten Vorbereitungsspiel ging es am 14.07. auf die Aschenbahn nach Dorf im Warndt. Mit dem SV Emmersweiler bekamen wir es mit einer spielstarken französischen Mannschaft zu tun, gegen die wir uns schon ziemlich schwer taten. Eingehüllt in dichte Rauchscharden entwickelte sich auf dem knochenharten Platz, auf dem der Ball sprang wie ein Flummi, ein schwieriges und teilweises zerfahrenes Spiel. Die Gegner hatten, wohl auch ein wenig durch unsere taktische Aufstellung, ein Übergewicht im Mittelfeld, ohne sich jedoch zunächst durch unseren Abwehrverbund zwingende Torchancen herausspielen zu können. Dennoch konnte Emmersweiler einen krassen Stellungsfehler unserer neu formierten Hintermannschaft nutzen, um den chancenlosen Phillipp Stier im Tor zu überwinden. Gleich im Gegenzug nutzte Youness erstmalig seine Tempovorteile, als er einen Ball im Mittelfeld erlief und dann nach schöner Körpertäuschung aber freistehend knapp verzog. Kurz vorm Pausenpfiff war es dann aber doch so weit, als sich wieder Youness den Ball im Mittelfeld schnappte, gleich mehrere Gegenspieler stehen ließ und dann diesmal aber überlegt zum 1:1 einschob. Der Junge ist wohl lernfähig.

Nach der Pause das gleiche Bild. Emmersweiler versuchte das Spiel zu machen, und Ludweiler blieb duch schnelle Gegenangriffe jederzeit gefährlich. Einen Gegentreffer zum 1:2 konnte wieder Youness egalisieren. Noch in der eigenen Hälfte startete er ein fulminantes Solo über den gesamten Platz vorbei an Freund und Feind, und auch dem Torwart ließ er überlegt keine Chance zum 2:2. Leider fiel keine 10 Minuten später wieder der Führungstreffer für Emmersweiler, als unsere Hintermannschaft wieder einmal riesige Abstimmungsprobleme offenbarte. Trainer Zico Großmann stellte nun nach einigen Auswechslungen um, und beorderte Mizgin Demir aus der Sturmspitze zurück ins offensive Mittelfeld... und der spielte plötzlich wie ausgewechselt. Offenbar froh über deutlich mehr Ballkontakte, riss er nun das Spiel zusehens an sich und leitete einen gefährlichen Angriff nach dem anderen ein. Da war wohl deutlich zu sehen, wo die Stärken von Mizgin liegen. So fiel der Ausgleich durch den zwischenzeitlich eingewechselten Fred Agath zwar stark abseitsverdächtig, aber doch verdient. Damit schien das Spiel gelaufen. Dennoch verirrte sich kurz vor Schluss noch ein eher harmloser Kopfball unhaltbar ins lange Eck und brachte uns so dann doch noch um das insgesamt verdiente Unentschieden.

Unser Trainer nutzte das Spiel offensichtlich zu einigen Aufstellungsexperimenten. Manche haben geklappt - manche nicht. Bis zur Runde wird aber jeder sicherlich seine Poistion finden, und dann werden wir bestimmt einige schöne Spiele unserer jungen Mannschaft zu sehen bekommen. Einige Lichtblicke waren an diesem Sonntag trotz dichtem Nebel auf dem Warndtdörfer Platz jedenfalls schon erkennbar.