Am letzten Sonntag musste unsere erste Mannschaft wieder einmal mit dem buchstäblich letzten Aufgebot antreten. Eins vorweg: Misst man das Team an den Möglichkeiten, hat es eine richtig gute Leistung geboten. Von Beginn an merkte man den Jungs an, dass sie sich gar nicht erst von den vielen Ausfällen beeindrucken lassen wollten. So waren alle gleich mit viel Einsatz bei der Sache. Mit großem Einsatz erwischten wir den besseren Start und setzten die Gegner, denen man die Überraschung anmerkte, mächtig unter Druck. Leider konnten einige gute Ansätze nicht konsequent zu Ende gespielt werden. Der gute Start fand allerdings leider ein jähes Ende, als die Heimmannschaft quasi mit dem ersten Torschuss in der 10. Spielminute die überraschende Führung erzielte. Das Gegentor verunsicherte unsere Jungs leider sehr. Plötzlich war der Faden gerissen und in der Folge war kaum noch ein geregelter Spielaufbau, geschweige denn konstruktives Spiel auf das gegnerische Tor zu erkennen. Die Gegner zogen jetzt ihr doch ein wenig einfach gestricktes Spiel auf. Gegen die vornehmlich langen und weiten Pässe aus der Abwehr heraus fanden wir trotz großem Einsatz leider kein Gegenmittel. Zudem hatte unsere Defensiv-Abteilung auch leider nicht ihren besten Tag erwischt, sodass es den Gegnern relativ leicht fiel, bis vor unser Tor zu kommen und auch die ein oder andere gute Chance herauszuspielen. Wir können von Glück sagen, dass wir mit Moritz Rott im Tor an diesem Tag den besten Spieler auf dem Platz hatten. Ein ums andere mal musste er Kopf und Kragen riskieren, um schlimmeres zu vermei-den. Das ging gut bis kurz vor der Halbzeitpause. Im denkbar schlechtesten Moment - mit dem Halbzeitpfiff - fiel dann doch der Treffer zum 0:2. In der Pause hatte Franco dann offensichtlich doch die passenden Worte gefunden. Mit großem Einsatz wurde nun auf Biegen und Brechen versucht, dem Spiel noch einmal eine Wendung zu geben. Und das auch mit Erfolg. Der Gegner wurde nun immer mehr in die eigene Hälfte zurück gedrängt. Es gab nun einige erfolgversprechende Strafraumszenen, die aber allesamt nicht zum Erfolg führten. So musste eine weiter Freistoß vor das gegnerische Tor herhalten. Mit dem Oberschenkel konnte unser unermüdlicher Kapitän Marc Weissmann den hoch verdienten Anschlusstreffer erzielen. Nun wurde es hektisch und auch der Schiedsrichter trug mit einigen seltsamen Entscheidungen auch nicht zur Beruhigung der Gemüter bei. Wie immer ging vor allem Steffen Simon mit großem Einsatz voran. Bei einer hitzigen Aktion ging er dann aber doch ein wenig zu weit und kassierte eine vertretbare rote Karte. Dennoch rannten wir weiter unbeirrt an, ließen den Gegnern gleichzeitig aber viel Raum zum kontern. Moritz Rott konnte jetzt ein ums andere Mal in höchster Not klären. Als dann in der 80. Minute aber doch das fällige 1:3 fiel, war leider die Gegenwehr gebrochen. Schade, denn unser Team hat wieder einmal alles gegeben. Unter den gegebenen Umständen war aber wohl an diesem Tag nicht mehr drin. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Verletztenlazarett bald etwas lichtet.