Mannomann. Das haben unsere Jungs aber wirklich spannend gemacht. Gegen eine aufopferungsvoll kämpfende UFC-Wacker-Mannschaft versiebten unsere Männer 100%ige Chancen fast im Minutentakt und belohnten sich erst recht spät für ihr überlegenes und engagiertes Spiel.

Dabei begann das Spiel denkbar unglücklich. Schon früh stand es nach einem kleinen Mißverständnis in unserer Hintermannnschaft 0:1. Und diesem blöden Gegentreffer lief Ludweiler fast das gesamte Spiel hinterher. Zwar lief der Ball über weite Strecken aus einer sicheren Abwehr um Fabio Imeneo und Yannick Hoffmann wirklich gut, und auch in den Zweikämpfen waren wir meist die ersten Sieger. Dennoch wollte der Ball selbst aus aussichtsreichsten Positionen einfach nicht über die Linie. Eine um die andere Großchance wurde irgendwie leichtfertig vergeben oder der großartige Gästekeeper hielt bravourös.

Gegen die dichtgestaffelte Hintermannschaft machte Ludweiler das Spiel aber geschickt breit. Maurice Desgranges und Leon Weingärtner verlagerten das Spiel immer wieder auf die Außen, wo Daniel Haille und Luca Capodici immer wieder zu Flankenläufen ansetzen konnten, und zahlreiche gefährliche Flanken vor das Tor zirkelten. Den Gegnern machte das hohe Tempo und die weiten Wege sichtlich immer mehr zu schaffen, bis es durch Jannik Aveaux in der 53. Minute zum ersten Mal klingelte. Ludweiler spielte daraufhin noch dominanter und kam zu weiteren Chancen. Trotz zahlreicher vergebener Chancen verlor das Team aber nicht die Nerven und Linie, was schon ein Lerneffekt gegenüber der letzten Saison war, wo wir in solchen Situation oft die Nerven verloren haben. Als dann wieder einmal eine Flanke von rechts vors Tor segelte, zeigte Thomas Imeneo seine Torjägerqualitäten und vollendete per Hacke vorbei an den verdutzten Abwehrspielern, nachdem er kurz zuvor noch per Fallrückzieher knapp gescheitert war. Gegen Ende wurde es aber auch nochmal spannend, als der UFC bei seinem zweiten Torschuss beinahe noch den Ausgleich erzielt hätte. Jeremie Feid im Tor konnte der Gegentreffer aber noch gerade so verhindern.

So blieb der Schlusspunkt Lionel Margani vorbehalten, als er eine weitere Hereingabe technisch höchst anspruchsvoll per Direktabnahme in den Winkel drosch. Diese Kaltschnäuzigkeit hätte man dem ein oder anderen vorm Tor auch schon vorher mal gewünscht. Dann wäre es nicht so spannend geblieben bis zum Ende. Dem Team muss man aber ein großes Lob aussprechen dafür, dass es nie aufgegeben und auch nicht seine Linie verloren hat.

Das war schon ein wesentlicher Fortschritt gegenüber der letzten Saison. Weiter geht es jetzt am Mittwoch im Pokal zuhause gegen den SC Halberg Brebach, wo wir der klare Außenseiter sind, und am kommenden Sonntag in Wehrden, wo uns wieder eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet.