1. Mannschaft

Andreas und Daniel mit klarer Lufthoheit im eigenen und gegnerischen Strafraum

Nach einigen Spieltagen mit indiskutablen Leistungen hat unsere erste Mannschaft endlich mal wieder ihr Potential abrufen können.  Nachdem unter der Woche auch unser Interimstrainer Pascal Mallon entnervt aufgegeben hatte, übernahm notgedrungen

Zahlreiche Zweikämpfe gab es, die aber in der Mehrzahl an das Heimteam gingen

Traditionell setzte es mal wieder eine herbe Klatsche für unsere erste Mannschaft auf der Bouser Höhe. Wie schon in den vergangenen Jahren waren unsere Aktiven mit großen Erwartungen los gefahren und mit ziemlicher Ernüchterung zurückgekehrt. Dabei schien sich nach zwei klasse Partien gegen Gersweiler und

Aus sportlichen Gründen trennen wir uns mit sofortiger Wirkung von Trainer Micha Groß. Wir möchten ihm für die geleistete Arbeit danken und wünschen ihm persönlich und sportlich alles Gute für die Zukunft. 

Bis zum Ende der Saison wird Pascal Mallon als Interimstrainer das Amt übernehmen bis schließlich nächste Saison der derzeitige A-Jugend Trainer Markus Großmann die Aktiven übernehmen wird.

Das Kirmesspiel unserer ersten Mannschaft stand aufgrund zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle unter keinem guten Stern. Nach dem Wechsel auf der Trainerbank zeigten die verbliebenen Mannen unter der Leitung von Pascal Mallon aber wie schon im Pokalspiel gegen Großrosseln eine großartige kämpferische und auch spielerische Leistung. Unser Interimstrainer hat es geschafft, der Mannschaft innerhalb nur weniger Tage ein ganz anderes Spielsystem zu verleihen. Wie es scheint, weiß nun jeder, was seine Aufgabe auf dem Platz ist, sodass selbst die große Anzahl von fehlenden Spielern kompensiert werden konnte. Insbesondere die Aufrücker aus der zweiten Mannschaft Rick Schulz, Kevin Schneider und die Nachwuchskräfte Mathias Lauer, Gian-Luca Tripi und Timo Großmann spielten klasse und machten es den haushohen Favoriten aus Gersweiler sehr schwer. Zudem spielte Steffen Simon erstmals Innenverteidiger um den Ausfall unseres Kapitäns Andreas Engel auszugleichen. Auf ungewohnter Position führte er mit viel Übersicht seine jungen Mitspieler und gewann zahlreiche entscheidende Zweikämpfe.

Die Gäste waren in der ersten Halbzeit klar die tonangebende Mannschaft, während sich unser Team zunächst einmal mehr oder weniger freiwillig auf das Sauberhalten des eigenen Gehäuses beschränkte. Außer einigen ansatzweise gefährlichen Fernschüssen, die aber eine sichere Beute unseres Top-Keepers Jeremie Feid waren, hatten die Gäste, die sich immer wieder im engmaschigen Abwehrgeflecht festliefen, wenig zu bieten.

In der zweiten Hälfte agierte Ludweiler nun deutlich mutiger. Mit großartigem Einsatz in der Defensive wurden immer wieder die Bälle erobert und über die pfeilschnellen Alex Busch und Mathias Lessel eine Reihe gefährlicher Konter gefahren. Die Gersweiler Hintermannschaft war hier sichtlich überfordert. Als dann Alex auch noch im Sechzehner von seinem langsamen Gegenspieler von den Beinen geholt wurde, versagte der Schiri leider den glasklaren Elfmeter. Auch auf der Gegenseite brannte es einige Male lichterloh in unserem Strafraum. Mit ein wenig Glück und noch mehr Einsatz brachten wir aber immer wieder einen Fuß dazwischen. Jetzt ging es hin und her, da jede Mannschaft unbedingt die 3 Punkte wollte. Gleich mehrere Mals standen wir mit Alex, Mathias und Jannik Remark frei vorm Tor, brachten die Kugel aber einfach nicht über die Linie. Als wir wieder einmal eine 100-prozentige hatten liegen lassen, führte der direkte Tempogegenstoß der Gäste zum unglücklichen 0:1. Aber das brachte unser Team an diesem Tag nicht aus dem Tritt. Mit einem gehörigen Schuss Wut im Bauch, setzte Mathias auch noch kurz vor Schluss zu einem Sprint über den halben Platz an und konnte im gegnerischen Strafraum nur durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Elfmeter setzte dann Jannik Remark ganz souverän zum hochverdienten 1:1 in die Maschen. Das war kurz vor Schluß, aber noch nicht das Ende dieser turbulenten Partie. Gersweiler warf nun ihrerseits alles nach vorne und hätte um ein Haar noch den Siegtreffer erzielt. Aber Jeremie Feid hielt seinen Kasten in der letzten Spielminute mit einer Monster-Parade allein gegen einen freistehenden Gästestürmer sauber.

Völlig ausgepumpte Ludweiler Spieler nach tollem Kampf gegen Gersweiler

Am Ende waren unsere Jungs am Ende ihrer Kräfte, hatten aber einen hochverdienten Punkt erkämpft. An diesem Sonntag konnte mann sehen, was mannschaftliche Geschlossenheit, eine super taktische Einstellung und ein unbändiger Wille bewirken kann.

Das diesjährige Lokalderby gegen Geislautern stand leider unter keinem guten Stern. Mit unseren Nachbarn hatten wir einen Gegner zu Gast, der bislang wahrlich noch keine Bäume ausgerissen hatte, personell einen ziemlichen Aderlass zu verzeichnen hatte und zu alledem kurz zuvor auch noch einen Wechsel auf der Trainerbank zu verkraften hatte. Offensichtlich hat all dies aber dazu geführt, dass man enger zusammen gerückt ist und deutlich besser auftrat als noch eine Woche zuvor. 

Demgegenüber unser Team: zahlreiche Ausfälle führten dazu, dass sich das Team quasi von selbst aufstellte. Mit Maca Macaluso fehlte ein Kämpfer im Mittelfeld, mit Matthias Lessel ein Antreiber noch vorne, mit Mous El Hellaoui ein wichtiger Kombinationsspieler, Goalgetter und Unruheherd, der Räume für andere schafft und nicht zuletzt mit Jonas Feld ein schneller und zweikampfstarker Abwehrspieler. So viele Ausfälle waren einfach nicht aufzufangen.
Dennoch erwischten wir den besseren Start in einem umkämpften Spiel. Zahlreiche Zweikämpfe prägten das Geschehen mit Chancen auf beiden Seiten. Gleich zweimal musste Jeremie Feid im Tor mit halsberecherischem Einsatz retten, während unser zweiter verbliebener Goalgetter Faruk Demir gleich seine erste Chance in bekannter Manier nutzte. Wunderbar frei gespielt, ließ er seine Gegenspieler im Sprintduell einfach stehen und auch der Gästekeeper hatte nicht den Hauch einer Chance. Da sah es noch super aus  für uns. Geislautern erhöhte nun nochmals den Druck und offenbarte die zu befürchtenden Schwächen. In einigen Situationen gingen die Bälle nach vorne einfach zu schnell verloren, während wir  gleichzeitig zu langsam in der Bewegung nach hinten waren. Immer wieder kamen die Gäste so über die Außen, wo rechts und links große Lücken klafften zu gefährlichen Pässen in die Spitze. Mehrmals brannte es lichterloh in unserem Strafraum, bis auch Jeremie dann auch einmal machtlos war. Gleich von mehreren Offensivspielern bedrängt landete der Ball schließlich irgendwie zum Ausgleich in unserem Kasten.

Viel Einsatz bei unseren Männern, der letztlich aber nicht ausreichte, um als Sieger vom Platz zu gehen.


An der läuferischen und spielerischen Dominanz änderte sich auch nach dem Wiederanpfiff nichts. Es spielten eigentlich nur die Gäste, ohne dass unsere Männer entscheidend dagegen halten konnten. Zwei Lattentreffer und tolle Reflexe von Jeremie hielten uns aber im Spiel, bis schließlich aber auch unser Keeper nichts mehr machen konnte. Bei einer schnellen Kombination war ein Geislauterner Stürmer schließlich ganz frei und verwandelte problemlos aus kurzer Distanz. Kurz darauf dann auch noch ein unnötiger aber berechtigter Elfmeter für die Gäste, und das Ding war gelaufen.
Wir versuchten zwar, nochmal das Ruder herumzureißen, hatten letztlich aber nicht die Spieler dazu auf dem Platz. Faruk und Steffen warfen sich vorne in jeden Zweikampf, machten enorm viele Meter, hatten jedoch einfach zu wenig Unterstützung aus dem Mittelfeld, das die Bälle mit viel Gottvertrauen einfach nach vorne spielte, ohne nachzurücken. Einige klasse Dribblings unserer Stürmer waren letztlich nicht genug, wenn keine Mitspieler da sind, die auch einmal einen Pass von der Grundlinie oder eine Flanke aufnehmen können. Ohne Bindung des Mittelfelds zum Sturm, war so an einen Anschlusstreffer nicht zu denken.
Im Ergebnis ein verdienter Sieg für die Gäste, wobei man unseren Jungs noch nicht einmal einen Vorwurf machen kann. Mehr war angesichts der Aufstellungsprobleme an diesem Sonntag einfach nicht drin.
So ist das eben im Fußball. Im Kirmesspiel gegen Gersweiler sind einige der fehlenden Kräfte hoffentlich wieder an Bord. Und dann sollte auch das Spiel insgesamt wieder besser laufen.

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